Atem verbindet Körper, Seele und Geist.

Atem ist Leben. Leben ist Bewegung.

Vom ersten bis zum letzten Atemzug durchschwingt und unser Atem. Wie von selbst wird frische Luft eingeatmet und verbrauchte Luft wieder ausgeatmet.

Maria Wiest Jeder Einatem lässt meine Körperwände weit werden, jeder Ausatem schwingt wieder zurück zur Körpermitte. Jede Atemruhe bereitet den Platz für den nächsten Einatem. Abgesehen vom rein physiologischen Geschehen umfasst Atem mich als ganzes Wesen mit Leib, Seele und Geist.

Sichtbar und spürbar reagiert der Atem auf …

    • Körperliche Anforderungen – Wir atmen langsamer in Ruhe, schneller bei Bewegung, z. B. beim Treppensteigen, bei schwerer körperlicher Arbeit oder sportlicher Betätigung.
    • Seelisch-geistige Vorgänge – Wir alle kennen tiefe Seufzer in Momenten der Erleichterung, entspannende Atemzüge nach einem geschafften Arbeitstag, wenn wir uns auf dem Sofa niederlassen. Herzhaftes Lachen in Momenten heiterer Stimmung.
    • Stresssituationen – Leistungsdruck und Ängste lassen den Atem flacher werden oder bringen ihn gar ganz zum Stocken. Das Atemvolumen wird geringer, wir sprechen von Flachatmung. Dabei wird nur noch der obere und mittlere Lungenbereich versorgt. Wachsen die seelischen Spannungen oder hält eine Stresssituation über einen längeren Zeitraum an, führt dies zu Verspannungen der Muskulatur.

“Lass mich langsamer gehen, Gott
entlaste das eilige Schlagen meines Herzens

durch das Stillwerden meiner Seele.

Lass meine hastigen Schritte stetiger werden
mit dem Blick in die Weite.

Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages
die Ruhe der ewigen Berge.

Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln
durch die sanfte Musik des ruhigen Atems.

Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.”

(Verfasser mir unbekannt)


Mit Hilfe einfacher Bewegungsübungen können Sie erleben, dass der Atem Verspannungen von Leib und Seele behutsam lösen kann.

So wird der Atem als Lebenskraft spürbar und ein Weg zu mir selbst. Ein Weg, bei dem ich mich als ganze Person kennen lernen kann.